Morgenhorn Berner Oberland

Samstag, 11. Juni 2016

Von Hinterhermsdorf nach Česká Kamenice

Die verbesserten grenzüberschreitenden Nahverkehrsmöglichkeiten machen eine solche Streckenwanderung in der hinteren Sächsisch-Böhmischen Schweiz bis ins Kreibitzer Gebirge möglich. Mit dem Elbe-Labe Ticket kann man so problemlos von Dresden aus fahren und Bahn und Bus in Sachsen und Böhmen nutzen.
Dennoch: der erste Bus der Wabderbuslinie von Bad Schandau durch das Kirnitzschtal ist erst 09:12 Uhr in Hinterhermsdorf. 19:10 Uhr fährt der vorletzte Zug der U8 ab Česká Kamenice nach Děčin. Den sollte man bekommen, wenn man noch eingermaßen vernünftig in Dresden sein will.

Zügiges Marschtempo ist angesagt. Eine sportliche Wanderung soll es ja werden, in der Gruppe allemal. In Hinterhermsdorf, am Erbgericht steigen wir aus dem Bus und gehen der gelben Markierung nach. Ein Blick zurück an den letzten Häusern, und wir blicken auf den Aussichtsturm des Weifberges.

Würden wir ihn erklimmen, hätten wir das gesamte Panorama unserer heutigen Tour vor uns. Die gelbe Markierung führt direkt hinab zur Niedermühle.






Hier geht es über den alten Mühlgraben auf offiziellem Weg über die Grenze (wir befinden uns in der Kernzone) und steil bergan über Stufen auf den breiten, blau markierten Forstweg, welcher von der ehemaligen Siedlung Hinterdaubitz (Zadni Doubice) hinauf kommt. Diese blaue Markierung werden wir bis zur Balzhütte (Na Tokáni ) nicht verlassen. Er führt mal breiter mal schmaler und klammartig, mal am Rande und mal mitten in der Kernzone entlang.

Besondere Stellen sind der Natternborn ( Hadi Pramen)

und die Jungferntanne (Panenská jedle).

Die Original Jungferntanne soll eine mächtige Tanne gewesen sein, welche ein Bildnis eines Mädchens trug die Schutz vor einem Jäger bei einem Köhler suchte. Aus dem Originalsamen dieser Tanne soll die heutige, noch sehr kleine Tanne stammen.
Nach nicht ganz 12 km erreichen wir die kleinen Blockhäuser der Ansiedlung Balzhütte (Na Tokání). Die schönste Einkehr ist immer noch im Hegerhaus mit dem kleinen Türmchen. Da sich hier mehrere Wege kreuzen, welche auch mit dem Rad zu fahren sind, ist diese gut besucht. Für ein gutes böhmisches Bier reicht die Zeit.
Die gelbe Markierung führt recht schnell in die schöne Felsenwelt von Dittersbach (Jetřichovice). Der Kammweg über die schönen Felsenburgen ist rot markiert. Die für mich schönste Aussicht hat man von der Wilhelminenwand (Vileminina stěna) Unser Tagesziel, der Studenec, mit seinen 737m immerhin der höchste hier in diesem Gebiet) sieht ziemlich harmlos aus von hier. der Rosenberg, auch ein Vulkankegel und die Zschiernsteine samt Schneeberg sind im Dunst zu erkennen. Gegenüber liegt der Pavillion auf dem Marienfelsen (Maríína skála) und unter uns das träumerische Dörfchen Dittersbach.



Dorthin steigen wir hinab, queren das Dörfchen. gegenüber der Touristinformation geht es zunächst die Straße hinauf. Der Wanderweg verläuft nach der ersten Kurve parallel zur Straße um am Campingplatz nach links zur ehemaligen Grieselmühle (Grieslův mlýn) abzubiegen. den ehemaligen in den fels gehauenen 
Mühlgraben kann man heute noch erkennen). 



Wir befinden uns jetzt im wunderschönen Paulinengrund (Pavlínino údolí). Der Weg kreutzt mehrmals den Kreibitzbach (Chříbská Kamenice), an einer Stelle hat wohl das letzte Hochwasser mal wieder die Brücke mitgenommen. Man findet jedoch eine Stelle ein wenig flußauf um auf die andere Seite zu gelangen.
Am Ende des romantischen Grundes erscheinen die ersten kleinen Häusschen von Kaltenbach (Studený). Und man soll es nicht glauben, ab hier sind es jetzt fast 500 steile Höhenmeter bis zum Gipfel des Vulkankegels, welcher sich Kaltenberg (Studenec)nennt. Und Vulkankegel sind in der Regel steil. Aber zunächst kann man noch den Anblick der schönen kleinen Häusschen genießen. An den kleinen Kneipchen gehen wir heroisch vorbei, obwohl sie verlockend einladend sind.
Die rote Markierung ist der nördliche Steilaufstieg, er führt an der weithin sichtbaren Pension Kamzik vorbei.
Er führt durch einen dichten Buchenwald direkt bis zum Gipfel. Der stählerne Ausssichtsturm überragt mit seinen 89 Stufen diesen nur um wenige Zentimeter, sodass die schönsten Aussichten nur noch schwer möglich sind.


Schade, aber der Studenec ist ein Naturschutzgebiet. Hier gedeihen seltene Pflanzen wie die Mondviole und vereinzelt Türkenbundlilien. 
Nach der Gipfelrast gehen wir wieder 500 Meter des Anstiegsweges zurück um den Hauptwanderweg wieder zu erreichen. Über eine Wiese errreichen wir eine Wegkreuzung, hier führt uns rechts die blaue Markierung hinab in den Weiler Hasel (Liska), dessen hübsche kleine Umgebindehäuser sicher nur noch am Wochenende genutzt werden.
Nur kurz müssen wir die vielbefahrene Staatsstraße von Česká Kamenice nach Rumburk entlang.
Nach dem Ortsausgang, in einer markanten Linkskurve geht ein asphaltierter Feldweg gerade. Nach wenigen Metern biegt die blaue Markierung über eine Wiese nach links ab. Wir erreichen die Waldgrenze und es geht noch einmal bergan. Auch hier schiebt sich nochmals ein kleineer ehemaliger Vulkanschlot duch den Sandstein. Vom Gipfel des Jehla geht es nun aber direkt nach  Česká Kamenice. Wir fahren mit der U8 direkt nach Děčin, von dort mit der U23 nach Bad Schandau und dann mit der S1 bis nach Dresden.



Samstag, 28. Mai 2016

Linkselbische Wanderung - Tafelberge und alte Steinbrecherwege

23 km

Das Unwetter vom gestrigen Abend wirkt heute noch nach. An Klettern ist nicht zu denken, das Kirnitzschtal noch wegen Schlamm und Geröll gesperrt und die Luft gerade wie in den Tropen, warm und extrem feucht. Weitere Gewitter sollen folgen.
Wir entschließen uns kurzfristig zu einer Wanderung und parken unser Auto auf dem Wanderparkplatz zwischen dem Gohrisch und dem Papststein.
Zunächst steigen wir die Stufen zum Papststein hinauf, die obige Gaststätte hat noch geschlossen und so hält sich der Andrang stark in Grenzen. Von den einzelnen Aussichten hat man schöne Blicke auf den gegenüberliegenden Gohrisch, die für Kletterer interessante kleine und große Hunskirche sowie weiter hinaus auf das gesamte Vorland. Feuchtigkeitsgeschwängerte Luft steigt aus den Tälern und Wäldern.


Wir folgen der roten Markierung hinab auf der anderen Seite und gehen am Kleinhennersdorfer Stein vorbei nach gleichnamigen Ort.Von hier aus hat man immer einen schönen Blick zum Falkenstein und den Schrammsteinen.
Gerade geht es durch den Ort, der roten Markierung über den Täppichtweg steil in das Elbtal hinab folgend.
Kurz vor der Hochstraße Bad Schandau - Krippen folgen wir gerade einem älteren Plattenweg. Er mündet an seinem Ende schmal gerade weiter in einen etwas verwachsenen alten Steinbrecherweg nach Krippen. Wir steigen in den Ort hinab und genau gegenüber am Hotel Erbgericht steil hinauf um zur Aussicht unterhalb der Krippener Hütte zu gelangen.

Oberhalb der Krippener Hütte gehen wir über Wiese und einen kleine Waldweg weiter bis zum Waldrand. Ab hier ist wieder ein Weg ausgeschildert zur kleinen Bastei, einem inzwischen sehr zugewachsenem Aussichtspunkt. Früher konnte man von hier aus direkt auf die gewaltigen Felstürme der Schrammsteinkette und den darunterliegenden ehemaligen Postelwitzer Steinbrüche blicken. Heute brauchts etwas Mühe um einen freien Blick zu erhaschen.
Auf der blauen Markierung geht es zunächst wieder ein Stück bergab und am halben Hang den Mittelhangweg immer parallel der Elbe bis nach Schmilka Hirschgrund. Der Weg ist arg zugewachsen, an einigen Stellen kaum noch erkennbar. Bessere Aussichten hat man sicher wenn kein Laub auf den Bäumen ist.
Die Aussicht (Elbaussicht) über dem Hirschgrund in Schmilka ist ein lauschiges Plätzchen, wo man sicher wenig Menschen trifft, aber auch hier gilt: Aussicht nur, wenn kein Laub auf den Bäumen. Dann kann man die andere Perspektive auf Teufelsturm, Rauschenstein und Co auch wirklich bewundern. Im späten frühjahr und im Sommer ist es ein schattiges Plätzchen, welches zur Rast einläd.
Wir folgen dem Weg nicht hinab nach Schmilka sondern hinauf nach Reinhardsdorf und weiter zum Wolfsberg. Die Aussicht von hier oben bevorzugten schon vor langer Zeit auch die Maler der Romantik für ihre Werke. Ein großer Teil der Böhmischen Mittelgebirges, der Böhmischen Schweiz und der schönste Teil der Sächsischen Schweiz liegen vies á vie. Über der Böhmischen Schweiz brauen sich gerade die nächsten Gewitter zusammen.


So gehen wir zügig weiter, zunächst rot markiert. Ca. 500 Meter nach dem Hotel unmarkiert auf zunächst breiten Waldweg Richtung Kleingießhübel weiter. An Kreuzungen eher rechts haltend dem breiteren Weg nach in den Pröhlitzschgrund und über Wiesenwege hinauf nach Kleingießhübel, einem kleinen verträumten Dörfchen.
Durch das Dörfchen geht es auf der Straße hindurch hinab zum Krippenbach. Kurz nach der leider völlig zerfallenen Rölligmühle führt ein markierter Weg über den Bach wieder hinauf Richtung Kohlbornstein. Nach ca. 2 km verlassen wir den Weg Richtung Kinder-und Jugendfreizeitlager "ERNA". Die Zufahrtsstraße ist wenig frequentiert und man kann zügig nach Papstdorf gehen. Dabei kann man noch einmal den Blick auf Papststein und Gohrisch genießen, diesmal aus einer anderen Perspektive.

Wir gehen direkt auf den Papststein zu, queren den Ort nur kurz. Unterhalb des Felsens geht ein Weg direkt zum Parkplatz. Dabei kommt man an einem Felssturz vorbei, welchersich im Januar 1972 am Abend ereignet hatte. Dabei stürzten ca 1500 Kubikmeter Fels auf den unterliegenden Hang. Verletzt wurde dabei Niemand. Heute erkennt man es auf den ersten Blick überhaupt nicht mehr. Die Natur hilft sich selbst.



Sonntag, 22. Mai 2016

Klettern Lehnsteigtürme Sächische Schweiz (Schmilkaer Kessel)

Toller Klettertag an den Lehnsteigtürmen. Der erste wirklich warme Tag dieses Jahr, wenngleich auch ein kräftiger Wind blies. Ohne ihn, wäre es allerdings schon wieder zu warm gewesen!






Montag, 16. Mai 2016

Pfingstwanderung Sächsische Schweiz

Stadt Wehlen-Wehlener Grund-Zscherregrund-Höllengrund-Stille Gründe Weg-Griesgrund-Schwedenlöcher-Amselfall-Rathewalde-Hohenburkersdorfer Rundblick-Uttewalder Grund-Wehlen
25 km

Es ist recht frisch, dieses Pfingsten, mit Temperaturen um 10°C und etlichen Regenschauern. Dennoch lässt es sich ganz gut wandern. Wir wandern von Stadt Wehlen aus zunächst den Wehlener Grund hinauf. nach ca. 2 km trennen sich die Wege in Richtung Uttewalder Grund und Zscherregrund. Wir gehen rechts den Zscherregrund weiter welcher an seinem Ende auf die Basteistraße mündet. Wir wollen noch nicht dorthin und gehen den Höllengrund hinauf Richtung Steinernen Tisch.


Auf dem Steinrückenweg angekommen gestatten wir uns einen kleinen Abstecher zu wenig bekannten Wegen der Sächsischen Schweiz.Wir gehen ihn zurück Richtung Wehlen bis in einer Rechtskurve ein schmaler Pfad gerade aus führt. Dieser führt bis an eine Wegsperre. Dahinter beginnt der Stille Gründe Weg,  markiert mit einem grünen Pfeil auf weißem Grund, wenn auch recht schlecht erkennbar. Vorsicht, nicht an der NP Tafel halblinks in den immer gesperrten Tümpelgrund abbiegen.
Der Stille Gründe Weg führt oberhalb der ehemaligen Steinbrüche zwischen Wehlen und Rathen entlang und bietet schöne Ausblicke auf das Elbtal. Trittsicherheit ist jedoch erforderlich.




Der Weg mündet oberhalb der Karl Stein Hütte in den Griesgrund, ebenfalls mit einem grünen Pfeil markiert. Diesen romantischen grund gehen wir bergan und sind oben am Fremdenweg wieder rasch im Mainstream des Bastei-Tourismus.
Über den Abstieg Schwedenlöcher gelangen wir recht schnell zum Amselfall und diesen hinauf nach Rathewalde. Und schon werden die Menschen wieder weniger.
Durch Rapsfelder wandern wir hinauf zum Hohenburkersdorfer Rundblick. Und einen Rundblick hat man hier und zu jeder Jahreszeit ist es anders schön. Trotz der Regenschauer, welche deutlich sichtbar sich örtlich entladen kann man auch an diesem Tag vom Lausitzer Bergland, übers Böhmische Mittelgebirge die Sächsiche Schweiz bis hinauf auf den Kamm des Erzgebirges schauen.




Wir wandern linkshaltend durch das Dorf Hohenburkersdorf und dem folgenden Feldweg bis zu einer Wegkreuzung. Dort unmarkiert weiter nach links und kommen auf die Verbindungsstraße Lohmen-Bastei-Rathewalde.
Dort weiter gerade aus haltend und über den Nikolaiweg, welcher teilweise schon verstürzt ist hinnunter zuerst in den Schleifgrund welcher in den Uttewalder Grund übergeht (grüne Markierung).
Über den Wehlener Grund zurück nach Stadt Wehlen.


Dienstag, 10. Mai 2016

Klettern Fränkische Schweiz

Bei bestem Wetter über Himmelfahrt mal wieder in der Fränkischen Schweiz. Gute Zeltwiese in Stierberg (Fischer's Gasthof) und insgesamt weniger Menschen als die letzten Pfingsten.