Morgenhorn Berner Oberland
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Dienstag, 4. Juli 2017

Panoramawanderung oberhalb des Ahrntals

Lange, aber sehr schöne Wanderung auf dem Durreckweg-Höhenweg. 27 km und 1000 Hm absolut, ohne Gegenanstiege.
Steinhaus im Ahrntal - Rauchkofel - Obersteinerholm-Gruberalm - Luttach im Ahrntal
Das derzeitige Sommerwetter macht uns einen Strich durch die diesjährige Tourenplanung. Nachdem es bis zur Lenkjöchlhütte in 2600 Metern Höhe hinunter 2 Tage lang geschneit hatte, sind wir dann doch in's Ahrntal wieder abgestiegen. Weder die Rötspitz, noch die Dreiherrenspitze sind unter diesen Bedingungen sinnvoll zu besteigen.


Kaum sind wir im Tal gibt es ein gutes Wetterfenster.
Von Steinhaus im Ahrntal fahren wir mit der Seilbahn die ersten Höhenmeter bis zur Kristallalm (1600 m ) hinauf.
Von hier aus gehen wir den Durreck-Höhenweg ( Weg Nr. 33). Er führt mitten durch ein Skigebiet hinauf und wir sind angenehm überrascht wie grün ein Skigebiet im Sommer auch sein kann. Bisher kannten wir das anders.
Am wunderschönen Klaussee (2162m) machen wir das erste mal Rast und genießen die Sonne, welche in den letzten Tagen ja recht rar war und die Aussicht.


Zunächst über einen Rücken, auf dem die Alpenrosen noch in ihrer letzten Blüte sind, und weiter über Blockwerk und Geröll steigen wir auf zur Scharte zwischen Klausnock und Rauchkofel.



In leichter Kletterei kommt man zum Gipfel des Rauchkofels (2653 m).


Hier gibt es einen Rundblick über das Ahrntal mit Blick hinüber zu den Gipfeln der Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern.


Immer am Kamm entlang führt der Weg 33 über die Pojenspitz (2453m) bis zum Obersteinerholm (2395m). Immer hat man die Zillertaler Berge rechts.








Links erscheinen hinter dem Gr. Moostock langsam der Schnebige Nock, der Wildgall und der Hochgall.
Am Obersteinerholm wechseln wir auf den Weg Nr. 17 und laufen durch einen schönen Zirbenwald hinunter zur Gruber Alm.


Hier lohnt es sich nochmals kurz zu verweilen und Gastfreundschaft und Aussicht zu genießen.
Die Forststraße hinunter zu den Obersteiner Höfen kürzt der Weg Nr. 17 teilweise in den Kehren ab.
Ab den Obersteiner Höfen wird es etwas unübersichtlich mit der Wegfindung. An den Höfen vorbei geht es über steile Bergwiesen im Zickzack hinab wieder zum Waldrand auf ein Marterl und eine Bank zu. Hier trifft man wieder auf die Markierung.
Steil geht es weiter durch den Fichtenwald hinab (Weg Nr. 10B und 10A), immer wieder einen Forstweg kreuzend hinunter nach Luttach.

Karte: Tabacco Wanderkarte 1:25 000 Ahrntal-Rieserfernergruppe


Samstag, 9. Juli 2016

Rieserfernergruppendurchquerung-Barmer Hütte-Antholz über Riepenscharte

Dolomitenblick von der Riepenscharte
Hüttenhund Odin jammert am Morgen, bis wir hinter der letzten Biegung verschwinden. Auf dem markierten Steig 112 geht es zunächst über Blockwerk noch einmal ca. 200 Hm hinauf zur Riepenscharte (2808m) am Fuße von Hochgall und Barmer Spitze. Beide sieht man heute nicht, es hat in der Nacht geregnet und die Wolken hängen noch tief.
wir lassen die Barmer Hütte hinter uns


Weg 112

...kurz vor der Riepenscharte
An der Scharte beginnt der knackige, steile Abstieg bis hinunter zum Antholzer See (1541m). 1300 Hm geht es steil bergab, zunächst über Blockwerk, später über Schrofen und Almwiesen bis in die Waldstufe.
Dafür ist die Aussicht bestens. Die Dolomiten lassen immer wieder grüßen, dort ist schon wieder besseres Wetter. Das idyllische Antholzer Tal kommt immer näher und man blickt fast den gesamten Abstieg auf Tal und See.
Blick hinunter zum Antholzer See

steil geht es bergab



Rückblick zur Riepenscharte und dem Abstiegsweg vom Biatlonzentrum am Antholzer See
Ab dem Biatlonzentrum fährt stündlich ein Bus, welcher uns zum Auto zurück bringt.

Freitag, 8. Juli 2016

Rieserfernergruppendurchquerung - Almerhorn 2986m-Aussichtsgipfel über dem Staller Sattel

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Barmer Hütte gehen wir heute ohne großes Gepäck zum Almerhorn (2986m), einem schönen Aussichtsgipfel. Am zeitigen Nachmittag sind wieder Gewitter angesagt, so dass nur ein kurzer Weg möglich ist. Von der Barmer Hütte geht es über Blockschutthalden markiert auf dem Weg 114-235 bis zur Jägerscharte (2939).
Ab der Scharte auf dem Grat auf deutlicher Trittspur und markiert bis zum Gipfel.
Der Rückweg erfolgt über den gleichen Weg. .
Barmer Hütte durch die "Entsorgungsstation" des Winterraums aus gesehen

...und so ist es in Natura

Rückblick auf den gestrigen Weg ab Rosshornscharte

...Rosshornscharte gezoomt, Felsabstieg mit Stahlseilen gesichert

Blick vom Almerhorn ninunter zum Staller Sattel

über dem Defereggental zeihen schon die ersten Gewitter heran

Gipfelkreuz Almerhorn

es ist im Aufstieg noch viel Schnee

Almerhorn, von dieser Seite recht unscheinbar

Leichter Weg, ca 400 Hm im Aufstieg

Donnerstag, 7. Juli 2016

Rieserfernergruppe-Durchquerung - Von der Hochgallhütte über das Lenksteinjöchl zur Barmer Hütte


Ein großartiger, jedoch sehr langer und anstrengender hochalpiner Hüttenübergang
Wir brechen früh auf. Laut der Hüttenwirtin sollen noch etliche Schneefelder mit reichlich Schnee in den Scharten sein. Bei den jetzigen Temperaturen trägt er jedoch ab dem zeitigen Vormittag nicht mehr.
So verlängern sich die Übergangszeiten.

Zunächst geht es gemütlich den Wanderweg Nr.8 (A.Hardegen Weg)dahin. Er  ist nach einem Steinschlag zwar offiziell gesperrt, nach Aussagen von heimishen Gehern, welche wir auf der Hütte getroffen haben ist er jedoch vollumfänglich begehbar. Und Steinschlag kann im Gebirge ja immer passieren, davor ist man nie gefeit.
Luftlinie liegt die Barmer Hütte ja nicht weit von der Hochgallhütte entfernt, nur sind da leider das mächtige Massiv des Riesennock, des Hochgall und der Patscherschneid dazwischen.
Unterhalb des Fußes des mächtigen Riesennock, welcher seinen Namen wohl zurecht hat, verläuft der noch bequeme Wanderweg. Man umrundet den Riesennock fast an seinem Ursprung und ist dann auch im Ursprungtal.
Vor uns tut sich das ganze Massiv auf und man erkennt die eigentliche Scharte nicht wirklich sogleich.


Zunächst zweigt der bequeme Wanderweg Nr 8 nach links ins Tal ab, er führt nach Kains. Der Pfad zun Lenkstein und zur gleichnamigen Scharte, führt zunächst über ein uriges Brücklein, dann weiter durch den Schrofen hinauf.
Man ist geneigt, dem Bachlauf bis zu einer deutlich sichtbaren Scharte zu folgen. Aber der Pfad führt links des Felsgrates welcher vom Talschluss hinunter kommt. Zunächst entlang des Grates, dann auf 2955 m links auf einen Fels zusteuernd.
Lenkstein, Lenksteinjöchl und Fennereck in der Mitte des Bildes

Ab hier beginnen die Schneefelder und die Markierungen sind begraben. Auch tragen diese nicht wirklich gut, man sinkt bis teilweise zum Knie ein. Eine kraft-und zeitraubende Angelegenheit. Die Orientierung ist bei dem heutigen fantastischen Wetter kein Problem.

Laut Karte macht der ansteigende Weg einen links-rechts-links Bogen. Wir halten zumindest im oberen Abschnitt auf den nach unten führenden Grat des Lenksteins zu. Es erweist sich als richtig - nur das daraufhin noch ein weiteres Schneefeld und ein Anstieg bis zur endgültigen Scharte folgt.


Fennereck im Vordergrund, Dolomiten im Hintergrund
Aber die Sicht ist grandios: Hochgall, Riesennock, Barmerspitz, gen Süden die Dolomiten einschließlich der Marmolata.
Hochgall und Riesennock
Das Lenksteinjöchl (3171m) ist ein Schuttgrad, ab hier ist etwas Klettern angesagt.Wer hier noch Zeit hat, kann den Lenkstein (3237m) noch mitnehmen. Wir haben sie heute nicht, zu viel Zeit ist im pampigen Schnee verloren gegangen. Und von hier ist es noch weit bis zur Hütte, einschließlich folgender Kletterstellen. Eine schmale Trittspur führt zunächst steil nach unten, schuttig, meist knapp rechts oder links vom Grat angelegt. Sie ist erst teilweise vom Schnee befreit und so nicht ganz ungefährlich. Es geht steil nach unten. So vergeht wieder Zeit.



Dafür gibt es, hat man den Gratabstieg geschafft einen super Blick auf die gesamten Hohen Tauern einschließlich Großvenediger, die Schobergruppe, Glockner und Dolomiten.
Großvenediger und Rainerhorn

Großglockner


tief unten: Defereggertal
Der Grat führt über Fennereck (3120m) und über Blockgrat nach unten zur Rosshornscharte. Die Wegstücken, welche frei vom Schnee sind, sind als Weg (Blockschutt)ausgebaut.

Rückblick von der Rosshornscharte Fennereck links, Lenksteinjöchl rechts oben
Von der Rosshornscharte sieht man dann das ersteMal die Barmer Hütte, noch weit weg und klein unterhalb der Mittleren Ohrenspitze.

Ca. 300 Hm geht es jetzt durch einen Felsriegel abwärts, die schwierigsten Stellen sin mit Stahlseilen versichert. Diese müssen erst in den letzten Jahren erneuert worden sein. Auch hier waren noch nicht alle Stahlseile vom Schnee befreit.
Rosshornscharte von gegenüber, vom Almerhorn aus gesehen

rangezoomt, durch den mittleren Felsriegel muss abgeklettert werden, teilweise mit Stahlseilen gesichert

Hat man den Fuß des Felsriegels erreicht geht es auf einem Bergpfad direkt zur Barmer Hütte ca 2 km.
Die netten Wirtsleute Bärbel und Detlef erwarten uns schon, haben sie uns ja schon eine Weile beobachten können. Auch Odin, der Hüttenhhund begrüßt uns freudig.

Wir sind die einzigen Gäste an diesem Abend. Sie ist schon ganz schön abgelegen, die Barmer Hütte. Und dieser Übergang ist nur was für geübte Berggeher, zumindest bei diesen Bedingungen. Oben am Grat waren wir froh, ein Seil die ganze Zeit mitgeschleppt zu haben.

12 km, 1000 Hm im Aufstieg summiert, 600 Hm im Abstieg