Jetřichovice(Dittersbach)-Starý mlýn-Dolský mlýn(Grundmühle)-Růžovký vrch (Rosenberg)- Srbská Kamenice-Strážiště(Schartenhöhe)- Všemily(Schemel)und zurück
Wanderung zwischen den tiefen Klammen und den steilen Basaltkegeln der Böhmischen Schweiz - einsam mit ordentlich steilen Anstiegen 22,5 km 800 Hm
Ähnlich, in anderer und kürzerer Form sind wir die Tour schon vor langer Zeit vor 16 Jahren gelaufen. Seither hat sich hier, touristisch gesehen viel verändert. Wir wollten wissen, was der Borkenkäfer übrig gelassen hat. Der große Brand 2022 kam nicht bis hierher.
An der alten Wassermühle ist inzwischen ein Parkplatz entstanden. Für 200 Kč Tagesgebühr kann man hier gut stehen. Im Übrigen kosten inzwischen alle Parkplätze hier 200 Kč. Bezahlbar in Münzen, Scheinen und natürlich, anders als auf der sächsischen Seite mit Karte.
Die ehemalige Wassermühle Starý mlýn wurde zu einem Gasthaus und Restaurant umgebaut. Entlang
des Baches Jetřichovická Bělá (Große Biela), welcher sicher früher die Mühle
angetrieben hat führt die gelbe Wegmarkierung bis zur verfallenen
Grundmühle (Dolský mlýn). Am Wegkreuz Kralovský smrk kürzen wir etwas ab. Ein schmaler Pfad führt vor der Brücke nach rechts entlang an der Biela über ein Felsriff zur Grundmühle. In den Stein gehauene Stufen und einige Aufstiegsklammern sichern den Weg.
Die Mühle hat bessere Tage gesehen, hier begann früher die Kahnfahrt durch die Ferdinandsklamm (Ferdinandova soutěska).
2010 war hier ein schweres Hochwasser. Damals schrieb ich von einer defekten Brücke, welche es natürlich heute nicht mehr gibt. Sie ist durch eine schöne, neue ersetzt worden. Nur der Wald ist nicht mehr so dunkel. Einige alte Fichten sind auch hier dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Aber die nächste Generation Bäume ist auch schon etwas größer.
Die von mir damals beschriebene blaue Markierung oberhalb der Ferdinandsklamm entlang der Bunkerlinie von 1938 hat jetzt einen eigenen touristischen Weg (grüner Schrägstrich) und jeder Bunker ist mit einer Nummer gekennzeichnet.
Wir gehen hinter der Mühle die blaue Markierung steil bergan,welche in den verschlafenen Weiler Kamenicá Strán führt.
Vorher, ca in der Hälfte des Weges, gibt es einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt von dem man einen schönen, aber auch traurigen Blick in das tote Bäume Mikado der Klamm blickt.
Die blaue Markierung führt uns direkt an den Einstieg des Rosenberges. Hier beginnt der Basalt aus dem ehemaligen Vulkanschlot. Und wie es so ist, führt der Weg steil durch den dichten Buchenwald nach oben. Gott sei Dank spendet dieser Wald genug Schatten für den Anstieg von 300 Hm.
Oben angekommen hat man einige Ausblicke durch die Bäume, aber eine direkt Aussicht hat man nicht. Es ist also nur ein Trainingslauf. Der Aussichtsturm, welcher sich hier oben einst befand und auch das Gasthaus, seit 1936 Geschichte.
Wir machen kurz Rast und laufen auf der anderen Seite genauso steil wieder hinunter nach Srbská Kamenice.
Hier wechselt wieder das Terrain, Sandstein, Kiefern, schöne Bergwiesen.
Der Weg durch den kleinen Ort ist etwas verworren, die gelbe Markierung ist in ihrem ZickZack jedoch immer zu erkennen und jenseits des kleinen Orts führt sie wieder in ein unbenanntes, aber schönes kleines Tal zwischen zwei Sandsteinriffen. Am Beginn ist eine Trinkwasserquelle, sehr wohlschmeckend, wird aber von einem Wassergeist bewacht.
Das Tälchen steilt verdammt auf, immer die Diretissima. Eigentlich gut markiert, aber im oberen Teil sehr verwachsen. Aber es geht immer direkt nach oben, bis man an ein zugewachsenes Wegkreuz kommt. Hier hatten wir einen kleinen Verhauer. Man muss kurz nach rechts, nicht nach links! Dann kommt man auf einen breiten, unmarkierten Forstweg den man nach links benutzen muss.
Immer links haltend mit Blick auf das Kreibitzer Bergland, sehr schön. Nach einigen Kilometern kommt von rechts eine blaue Markierung, welche wir links über einen Sandsteinrücken absteigen in ein kleine unbenanntes Tal.
Nach 1.8 km ist man kurz vor Všemily wieder gemeinsam mit dem Lehrpfad über die Bunkerlinie von 1936 unterwegs.
Wir verlassen die blaue Markierung noch nicht.
Der
Weg führt nach Schemel (Všemily). Auch der Ort erscheint, als würden
seine Häusschen nur noch am Wochenende benutzt, die Tschechen lieben
ihre Wochenendhäusschen.
Rückblickend ist noch einmal der Rosenberg zu sehen.
Interessant hier sind jedoch 2 Gebäude: die alte Schule, mit dem Glockentürmchen und die Felsenkapelle.
In einen Felsklotz, welcher sich mitten zwischen den Häusern befindet, wurde eine kleine Kapelle gehauen.
Die blaue Markierung führt wieder kurz auf die Straße zurück und dann nach links über eine Wiese ansteigend.
Eine Attraktion gibt es noch auf dem Weg nach oben. Einer der größten Felsüberhänge Tschechiens wurd 2017 freigelegt. Hier soll sogar ein Haus gestanden haben. Mehr dazu im Bild.
Die blaue Markierung führt auf einen Feldweg oberhalb der Häuser. Der
Blick schweift hinüber zur Dittersbacher Felsenwelt mit seinen schönen
Ausblicken. Der Feldweg mündet auf die Straße, aber den Wiesenweg,
welcher uns nach Dittersbach führt haben wir linkerhand schon gesehen. Genau genommen sind es zwei Wiesenwege, einer führt nach Dittersbach ins Zentrum, der untere über Wiesen in ein kleines Tälchen, etwas verwunschen und teilweise mit toten Bäumen verstürzt, aber immer gut machbar.

































































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