Herbst in den Schrammsteinen

Herbst in den Schrammsteinen

Freitag, 14. April 2017

Wanderung von Arnstadt nach Seebergen bei Gotha/Thüringen über die Drei Gleichen




ca. 25 km

Von der A4 zwischen Gotha und Erfurt sind sie deutlich zu erkennen, die als Drei Gleichen benannten mittelalterlichen Burgen (Gleichen, Mühlburg, Waschsenburg). Sie hatten nie den gleichen Besitzer. Die Burg Gleichen und die Mühlburg sind heute nur noch Ruinen, die Veste Wachsenburg ein Hotel.
Arnstadt ist bekannt durch das Wirken von Johann Sebastian Bach. Auch Luther wandelte auf den Wegen in diesem Gebiet.
Wir beginnen unsere Wanderung mit einem kleinen Rundgang durch das historische Zentrum von Arnstadt.Vom Bahnhof aus sind die Wege in das Zentrum gut ausgeschildert.


Bachkirche, Bachdenkmal und Liebfrauenkirche sind die Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbei wandern, bevor wir in's Jonastal abbiegen. Parallel zur Straße verläuft ein Radweg und eine kleinere Straße. Einige Meter hinter der Gaststätte zum Jungfernsprung gabelt sich das Sträßchen und genau in der Gabelung geht es rechts steil den Hang hoch. Man erkennt nur noch verwaschene Markierungen auf dem Pfad. Er führt auf einen bewaldeten Felssporn, welchen man immer geradewegs verfolgt.


Einige Gärten und Häuser gibt es hier oben noch. Der Untergrund und die Vegetation erinnern ein wenig an die Trockenrasengebiete in Südfrankreich. Es ist der Frühling in vollem Gang und auch heute zeigt das termometer schon sommerliche Temperaturen. Die Obstblüte ist in vollen Gang, Kirsche, Schlehe und Sanddorn geben ihr Bestes.


Durch offene Landschaft wandern wir zur Kupferstraße und diese entlang bis oberhalb von Bittstädt.


Vom Kirchberg hat man schon den ersten Blick zur Veste Wachsenburg, welche die Erste der Drei Gleichen aus dieser Richtung ist.
An der nächsten Weggabelung wandern wir nach rechts hinunter nach Holzhausen unterhalb der Wachsenburg.

Wer möchte kann das Erste deutsche Bratwurstmuseum besuchen. Wir haben es nicht getan. Der Ort muss bis an sein Ende durchwandert werden.

Am Ortsausgang Richtung Gotha führt die Burgstraße nach oben und links geht der Gustav-Freytag Weg zum nächsten Felsriegel, der Schlossleite. An deren Ende nach ca. 7 km liegt die nächste Burg der drei Gleichen, die Mühlburg.
Im Frühjahr blühen hier ganz besonders viele Frühblüher im noch nicht belaubten Wald.

So viele Türkenbundlilien habe ich im Ansatz selten gesehen, auch wenn diese noch keine Blüten getragen haben.
Die Mühlburg lohnt sich zu besichtigen, der Turm kann bestiegen werden und ein kleines Museum erzählt über die wechselvolle Geschichte diese Landstrichs.

Hinunter nach dem Örtchen Mühlberg gelangt man über Stufen.
Um allerdings hinüber zur Burg Gleichen zu gelangen, muss man auf der Straße nach Wandersleben unter der Autobahn durchlaufen. Gleich nach der Autobahnunterführung geht rechts ein Feldweg zum Fuße der Burg.
Links führt der Graf Gleichen Weg zunächst über ein idyllisches Tälchen und später durch den Mischwald hinauf zum Röhnberg. Ein Aussichtspunkt bietet einen guten Blick hinüber zur Burg Gleichen und zur Mühlburg. Es ist sehr dunstig heute, ganz am Horizont ist die Wachsenburg auch zu erkennen.


Der Röhnberg, welcher ebenfalls unter Naturschutz steht, gehört zu den nordwestlichsten Höhenrücken der Drei Gleichen. Ihn überqueren wir durch die lichten Eichenmischwälder und kommen hinunter zum Apfelstädter Ried.
Auf einem Wiesenweg durchqueren wir das Ried bis zur Straße Wechmar-Wandersleben. Diese überqueren wir und kommen direkt in die Apfelstädtaue. Am Flüsschen Apfelstädt entlang führt der weg zunächst Richtung Wandersleben, bevor wir links nach Seebergen abbiegen. Am Ende des Örtchens befindet sich der Bahnhof.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Schneeschuhtour durch das Hahntenkar zum Hahntenjoch

Ausgangspunkt: Boden, zu erreichen über die Hahntenjochstraße. Bis Boden ist im Winter geräumt, danach ist sie gesperrt
Karte: AV-Karte 3/4 Lechtaler Alpen, Heiterwang und Muttekopfgebiet

Einen Teil der Tour haben wir voriges Jahr schon gemacht und diese dann im oberen Hahntenkar aufgrund der Schneeverhältnisse abgebrochen.
Dieses Jahr sind die Verhältnisse besser und so können wir diese schöne aussichtsreiche Tour gehen. Allerdings müssen wir spuren und uns den Weg durch den Latschengürtel selbst spuren.
Wir steigen wieder auf bis in das obere Kar und genießen die Aussicht.


In einer Höhe von 2200 m queren wir unterhalb des Scharnitzsattels, wo heute sehr wenig Schnee drin liegt, in Richtung des nördlichen Felsrücken des  Hinteren Scharnitzkopfes. Hier kommt der Sommerweg zur Muttekopfhütte über den Scharnitzsattel vom Hahntenjoch hinauf.

Das Hahntnjoch ist von oben gut zu erkennen. Im Abstieg verfolgt man in Etwa den Verlauf des Sommerwegs durch den Latschengürtel. Die Querung unterhalb des nördlichen Ausläufers des Hinteren Scharnitzkopfes war voriges Jahr das Problem, sie sind relativ steil. Heute ist der Schnee aus dem oberen Teil schon runter und es geht sich sehr gut.
















Am Hahntenjoch angekommen gehen wir den Sommerweg durch das Pfafflartal zurück. Er mündet kurz vor dem Weiler Pfafflar auf der in diesem Teil noch gesperrten Hahntenjochstraße. Übere Ebele zurück nach Boden.






Montag, 20. Februar 2017

Schneeschuhtour Engelspitz 2291 m

Ausgangspunkt: Namlos, Straße zwischen Namlos und Kelmen - nach den Kehren am Ortsausgang Richtung Kelmen einige wenige Stellflächen an der Straße am Beginn des Sommerweges
1080 Hm, 8 km
Karte: AV-Karte 3/4 Lechtaler Alpen/ Heiterwang und Muttekopfgebiet, Skitourenführer lechtaler Alpen, Panico Verlag
vom Amselboden ist der Gipfel zu sehen

Von der Straße Namlos-Kelmen gehen wir über die Wiese entlang des Sommerwegs, welchen wir bis zum Gipfel verfolgen. Über Amselboden geht es hinein in das Engeltal, wo der gleichnamige Bach überquert werden muss. Hier ist es heute schon aper, was mit den Schneeschuhen nicht weiter stört.
Zunächst durch den Bergwald einer Schneise meist folgend, später über die teilweise mit Latschen bewachsenen Westhänge weiter hinauf. Die Schneeauflage ist dünn auf den grasbewachsenen Hängen.
In der Höhe von 2000 m wird es am Eggberg kurz steiler, bevor es dann auf breitem, jedoch abgeblasenem Hang zum Gipfel geht.

kurz vor dem Gipfel zieht es kurz zu (das kleine Kreuz im Vordergrund erinnert an den Lawinenabgang 2015 mit einem Toten)

Der Abstieg, gleich Aufstieg bietet dann über lange Zeit einen Ausblick zur Namlosen Wetterspitz und dem Massiv der Heiterwand mit dem davor liegendem Tschachaun, dem Brennhüttental und dem Faselfeit-Tal (alles auch Tourenziele der vergangenen Jahre) und natürlich auch hinüber zur Hinteren Steinkarspitze und dem Galtjoch.
Heiterwand, Tschachaun, Imster Mitterberg, Namloser Wetterspitz

Brennhüttental, Faselfeiltal, Imster Mitterberg (mitte) Heitwerwand, davor der Tschachaun (hinten)

Namloser Wetterspitz

gegenüber: Knittelkarspitz, Hintere Steinkarspitze Galtjoch

tief unten, das Örtchen Namlos

Samstag, 18. Februar 2017

Schneeschuhtour Kaiserbachtal Aples Pleisspitzen 2427 m

Ausgangspunkt: Kaisers, hier einige wenige Parkmöglichkeiten, besonders im Hochwinter, wenn das Kaiserbachtal noch nicht geräumt ist.
16 km, 1300 Hm (bis Kälberlahnzug)
Karten: AV- Karte 3/3 Lechtaler Alpen/Parseierspitze (leider ohne Skitouren), Skitourenführer Lechtaler Alpen, Panico Verlag

Unterhalb der Kirche in einer steilen Linkskurve der Dorfstraße führt eine Fahrstraße in das Kaiserbachtal. Nach dem letzten Haus ist sie nicht mehr geräumt.
Taleingang hinter Kaisers
Entlang des Kaiserbaches geht es stetig bergan, vorbei an der Kaiseralpe entlang des Sommerweges zur Frederic Simms Hütte.
Kaiserbachtal

oberhalb der Kaiseralpe kommt die mächtige Vorderseespitz in das Blickfeld


Rückblick

interessantes Lichtspiel
Rechts des Weges lichtet sich immer weiter der Bergwald, links liegen die Felsmassive von Grießkopf, Kreuzkopf, Aperiesspitze, Furglerspitze und der mächtigen Vorderseespitze.
In einer Höhe von 2000 Metern kommt unser eigentliches Ziel links in's Blickfeld. Von ier aus sieht es noch ganz gut und machbar aus.
kurz vor dem Anstieg zum Kälberlahnzug lugen links die Aples Pleisspitzen hervor

von hier sieht der Anstiegsweg noch gut aus
Jedoch führt der Weg noch etwas höher, der Anstieg wird steiler, Richtung Kälberlahnzug.
Ab einer Höhe von 2220 Metern führt der Anstiegsweg über den deutlich sichtbaren linken Rücken zum felsigen Gipfel. Es hat gestern den ganzen Tag geschneit und geweht. Es liegt eine noch nicht gefestigte Neuschneeschicht auf firniger Altschicht. Zum Teil ist es verblasen. Es sieht nicht besonders gut aus, hier weiter zu gehen.

von hier nicht mehr
Und wir sind nicht die Einzigen, welche Bedenken haben. Die Tourengeher suchen sich noch schöne Hänge zum Abfahren, wir genießen im Kälberlahnzug die schöne, warme Wintersonne und das Panorama, bevor wir wieder nach Kaisers zurück wandern.

Aples Pleisspitzen vom Kälberlahnzug aus

Feuerspitz


Vorderseespitz

jeder hatte auch ohne Gipfel seinen Spaß