Herbst in den Schrammsteinen

Herbst in den Schrammsteinen

Samstag, 29. September 2018

Herbst im Forstbotanischen Garten Thrandt





Trotz der diesjährigen Trockenheit gibt es ihn, den Indian Summer im Kanadischen Ahornquartier. Leider bestimmt nicht so lang und ausgeprägt wie in den anderen Jahren, es sind schon viele Blätter recht trocken und im Kronenbereich auch schon vom Winde verweht.


Donnerstag, 27. September 2018

Musik gegen den Krieg: Benjamin Britten-War Requiem

Sehr gern laden wir Sie zu unseren kommenden Konzerten am 11. Oktober 2018 um 19.30 Uhr in die Kreuzkirche Dresden und am 12. Oktober 2018 um 20.00 Uhr ins Leipziger Gewandhaus ein.

RUDOLF MAUERSBERGER WIE LIEGT DIE STADT SO WÜST
BENJAMIN BRITTEN WAR REQUIEM
Andiswa Makana (Sopran)
Siyabonga Maqungo (Tenor)
Daniel Ochoa (Bariton)
Großer Chor und Kinderchor der Singakademie Dresden
Mitglieder des Dresdner Mädchenchores des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden
Symphony Choir of Johannesburg
Landesjugendorchester Sachsen
Sinfonietta Dresden
Leitung: Ekkehard Klemm (Dresden) | Milko Kersten (Leipzig) |  Richard Cock | Claudia Sebastian-Bertsch
Brittens War Requiem gehört seit seinem ersten Erklingen 1962 in Coventry zu den erfolgreichsten Kompositionen des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig zu den größten Herausforderungen auch für ambitionierte Chöre. Die Komposition verbindet den lateinischen Text der Missa pro Defunctis mit englischsprachigen Gedichten von Wilfred Owen (*1893; gefallen 1918).
Aus Anlass des Gedenkens an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren wagt die Singakademie eine „weltumspannende“ Serie von Aufführungen des Werkes – einerseits mit Jugendlichen aus Deutschland und Südafrika, andererseits mit Partnerchören aus Johannesburg und Kapstadt. Verständigung, Versöhnung und der Wille zu einer friedlichen Welt werden in den Aufführungen und Begegnungen im Mittelpunkt stehen.


Karten Kreuzkirche: Kat. I 20€, erm. 17€, 7€ / Kat. II 17€, erm. 14€, 7€
www.reservix.de (zzgl. VVK-Gebühr)

Karten Gewandhaus: Karten für dieses Konzert erhalten Sie über das Gewandhaus Leipzig


SINGAKADEMIE DRESDEN e.V.
Loschwitzer Straße 32
01309 Dresden
Tel.: 0351/ 31 61 715
Fax: 0351/ 31 26 535
Mobil: 0176/ 555 89 552
info@singakademie-dresden.de
www.singakademie-dresden.de

Sonntag, 8. Juli 2018

Suldenspitze 3376 m

Rif. Casati - Suldenspitze - Janinger Scharte - Suldenferner - Schaubachhütte - Sulden

Es ist eiskalt am Morgen und der erste schöne Tag seit Langem wieder. Gute 150 Bergsteiger brechen heute von der Casatihütte heute zum Monte Cevedale auf und wir sind froh, dass wir in die Gegenrichtung gehen, ganz allein.

Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Casatihütte laufen wir den gletscherfreien Weg S528 hinauf zur Suldenspitze. Es ist ein kurzer Hopser von 100 Hm.
Der erste klare Morgen, es hat Minusgrade über Nacht gegeben und der Weg ist vereist aber unproblematisch.
Königsspitze und Ortler mit dem Hintergrat von der Suldenspitze aus gesehen
  

Zufallsspitzen und Monte Cevedale

Vor uns  zeigt sich nun endlich einmal die Königsspitze in ihrer ganzen Schönheit und auch in die andere Richtung können wir nun das Panorama zu den Zufallsspitzen und dem Cevedale genießen.
Eisseespitze (Bildmitte)Vertainspitze im Hintergrund
Blick in Suldental


Weit unter uns liegt die Schaubachhütte und Sulden, unserem heutigen Ziel.

Nach dem Genuss des Panoramas gehen wir hinunter zur Janinger Scharte und dann in einem Rechtsbogen hinunter auf den Suldengletscher.



Ein paar wenige Seilschaften kommen uns entgegen.

Unschwierig geht es den Gletscher nach unten zur Schaubachhütte und weiter mit der Seilbahn nach Sulden.


Samstag, 7. Juli 2018

Monte Cevedale 3769 m


Wenig schwierige alpine Gletschertour mit steilem Anstieg 40° zum schmalen Gipfelgrat. Von der Casatihütte aus reichlich 500 Hm. Das einzig problematische ist der immer weiter und früher im Jahr aufgehende Bergschrund.

Der Wetterbericht versprach für heute ein  kurzes Schönwetterfenster ab dem zeitigen Vormittag.
Heute ist unser letzter Tag hier oben und so traben wir los. Leider traf das ausgesprochen schöne Wetter, wie auf dem obigen Foto, erst am nächsten Tag ein.

Von der immer wieder beschriebenen ausgelatschten Trasse ist nix zu sehen und zu merken, wir waren die letzten Tage neben einer italienischen Jugendgruppe, welche nicht auf dem Cevedale war, nur eine handvoll Bergsteiger auf der Hütte. Und immer wieder hat es nachts geschneit.




Und die Sicht ist nahezu Null. So verfolgen wir die zu erahnende Spur in südöstliche Richtung. Vor uns sind definitiv nur 4 Bergsteiger. Diese kann man immer mal wieder kurz erahnen, obwohl sie nicht weit weg sind.

Über sanfte 30° Gletscherhänge geht es stetig aufwärts bis der Bergschrund aus dem Nebel taucht.

Wir hatten schon am Anfang der Tour am Marteller Joch gesehen, dass dieser für Anfang Juli schon ziemlich offen ist. Und der nasse Neuschnee der letzten Tage macht es nicht gemütlicher. Aber er war am Morgen noch gut passierbar.
Danach steilt der Weg deutlich auf, im Führer sind 40° beschrieben, mir kam es schon steiler vor. Zumal die 4. Auflage des Rother Hochtourenführers Ostalpen 2011 erschienen ist und man davon ausgehen kann, das die dortigen Angaben gute 10 Jahre alt sind. Das Gelände hat immer recht.

Der Gipfelgrat (zwischen Zufallsspitzen und Monte Cevedale) ist derzeit schmal zwei Fuß breit.
Oben am Gipfelkreuz sind wir über der immer noch reichlich vorhandenen Wolkendecke. Die Sicht beschränkt sich auf ein Minimum bis Null, selbst der Gipfelgrat "verschwindet" wieder in den Wolken.

am Gipfel kurz über den Wolken

der Gipfelgrat verliert sich noch in den Wolken
Einen Aufenthalt muss man hier oben heute nicht hinauszögern, in dem Nebel möchten wir eventuell doch noch aufsteigenden Seilschaften nicht oberhalb des Bergschrundes ausweichen müssen. Hinter uns kam noch eine Seilschaft und dann waren zumindest alle Bergsteiger des heutigen Morgens hier oben und wir beschlossen ein gemeinschaftliches Absteigen bis zum Bergschrund.
Eigentlich wollten wir noch rüber mindestens zur Südlichen Zufallspitze-aber das Unterfangen ist sinnlos.

Da wir noch 1 Nacht auf der Casatihütte haben, bummeln wir dann im 30° Gelände, zumal es nun doch endlich immer weiter aufzieht.

beim Abstieg endlich mal das Panorama: Casatihütte vor der Königsspitze
Und wie zum Hohn, sitzen wir am Nachmittag in bester Sonne auf der Terasse der Hütte ( das erste mal in den 4 Tagen). Und was passiert: es ist Freitag, der Samstag verspricht nun wirklich bestes Bergwetter und die Hütte wir rappelvoll - 180 Personen plötzlich! Und davon wollen morgen am Samstag 178 auf den Monte Cevedale! Wir sind dann doch froh, dass wir dann morgen in die andere Richtung gehen.

die Wolken heben sich am Nachmittag über dem Cevedale


Blick von der Hüttenterasse Richtung Vertainspitze am Horizont

nur ein Katzensprung von der Casatihütte: die Suldenspitze

endlich Sonne auf der Terasse - 1 Stunde später ist hier alles volle Menschen


Freitag, 6. Juli 2018

Eisseespitze 3230 m und Tre Canoni 3276 m

Technisch unschwierige Gletscherwanderung, aber das Wetter und die Sicht können sich eben immer ändern.

Ausgangspunkt ist die Casatihütte in 3254 m. Beide Gipfel sind mit viel Zeit in einem halben Tag zu schaffen, so dass man getrost etwas ausschlafen kann.

Zunächst zur Eisseespitze:
Auf dem Langerferner geht man nordwärts unterhalb der Suldenspitze und dem Eisseepass direkt auf sie zu. Von hier oben ist es ein sehr unscheinbarer Gipfel. Betrachtet man sie von Sulden aus, ist sie schon imposant. Hier auf dem Foto verschwindet sie fast völlig vor der Vertainspitze im Hintergrund.

Der Langerferner fließt dann ostwärts hinab in das Martelltal.
Die zwei südlich ausgerichteten Felsgrate der Eisseespitze umschließen ein Firn- bzw. Todeisfeld.
Auf diesem hinauf geht es unschwierig zum Gipfel, welcher eigentlich ein Plateau ist.

Theoretisch ist die Aussicht hier sehr gut, aber alle großen Berge (Cevedale, Königsspitze, Ortler, Vertainspitze, Angelus)stecken jetzt in den Wolken.
Lediglich die Suldenspitze ist zu sehen.

nur die Suldenspitze schaut mal kurz raus

Cevedale und Zufallspitze in den Wolken

Königsspitze nicht zu sehen

Martelltal

Wir steigen das Toddeisfeld wieder hinab auf den Langerferner und gehen auf  gleichem Weg zunächst bis zur Casatihütte und dann ein Stück  weiter südwärts um in einem großen Bogen weiter ostwärts zu den Tre Canoni 3276 m zu gelangen.
Die Sicht ist nicht besonders gut, es hat wieder zugezogen. Da es heute Nacht geschneit hatte und bisher scheinbar Niemand zu den drei Kanonen wollte, müssen wir uns den Weg komplett selbst suchen.
Auch hier gibt es keine großartigen alpintechnischen Anforderungen zu bewältigen, außer das man sich auf einem Gletscher mit entsprechenden Spalten befindet. Und, wenn man nix sieht ist es eben kein Spaziergang, auch wenn man nirgendwo tief abstürzen kann.
Kurz vor dem  Fels, welcher aus dem Eis ragt und auf den man eben im 1.Weltkrieg in 3276 Metern Höhe drei Kanonen hinaufbugsiert hat, reißt es dann kurzzeitig auf um uns zu zeigen, dass wir richtig sind.

Einige Tafeln erklären den ganzen Irrsinn dieses Dolomitenkrieges. Tonnenschwere Kanonen, welche auch nur schwerfällig ihr Ladung ins Martelltal abballern können, auf einen Gletscher zu bringen ist einfach nur irre.
Zurück zur Casatihütte.









Casatihütte von den Tre Canoni aus - eigentlich ist es nicht weit

Königsspitze, nur mal kurz










Mittwoch, 4. Juli 2018

Aufstieg zur Casatihütte/Rifugio G.Casati 3254m von Sulden

Wir nehmen für die ersten 700 Hm zur Schaubachhütte hinauf die Seilbahn. So schön lässt sich die breite Straße dann doch nicht gehen.
Schaubachhütte vom Weg 171 aus
Der Weg 171 führt entlang der alten Moräne des Suldengletschers bis zum Anseilplatz.
immer höher ist der Anseilpunkt
Doch trotz des noch relativen schönen Wetters am Morgen, lässt sich die Königin, dieKönigsspitze nicht blicken.
auf dem Suldengletscher, hinten lugt die Suldenspitze hervor, links die hohen Felswände müsste man zum Eisseepass überwinden, alles schuttig

Rückblick nach Sulden, noch ist schönes Wetter


Der Übergang über den Eisseepass und ehemalige Hall'sche Hütte, welcher in der Karte (Tabacco 1:25 000, Nr 08 Ortles-Cevedale) noch eingetragen ist, geht meines Erachtens schon ein paar Jahre nicht mehr.
Marteller Joch vom Suldengletscher aus
Wir nehmen den Durchschlupf unterhalb der Suldenspitze (Marteller Joch), welcher als Skitour eingetragen ist.
Im Nachhinein ist dieser zwar machbar, aber nicht unbedingt schön. Der Weg über die Suldenspitze ist eindeutig der schönere. Wir wollten nur nicht den gleichen Hin-und Rückweg machen.
Das Wetter verschlechtert sich zunehmend und oben an der Scharte fänggt es nicht nur an kräftig zu blasen, sondern es regnet/schneit noch dazu. Nur kurz ist unser Ziel die Zufallsspitze und der Cevedale mal zu sehen vom Joch aus.
nur kurz zu sehen: Zufallsspitzen und Cevedale

Suldengletscher
Hinab geht es in einer unagenehmen Steilheit. Für vorwärts absteigen etwas zu steil, für rückwärts absteigen nicht steil gennug und zu wenig Firnauflage. Wie gesagt, muss man sich nicht unbedingt antun.
vom Joch geht es hinunter auf den Langenferner
Der Gegenanstieg hinauf zur Casatihütte liegt voll im Wind und es schneit dazu.
Die Casatihütte sieht von außen nicht unbedingt sehr einladend aus (typisch italienische Hütte in großer Höhe), ist drinnen aber urgemütlich und die Wirtsleute ausnehmend herzlich. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Blick ins Martelltal

von außen nicht sonderlich attraktiv-innen gemütlich-die Casatihütte: erfüllt voll und ganz seinen Zweck

Blick von der Casatihütte zur Eissespitze- von Sulden sieht es wesentlich imposanter aus

am zeitigen Abend kommt mal wieder etwas Schnee vorbei