Morgenhorn Berner Oberland

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Schloss Greifenstein - Schloss Oberaufsess

...und dazwischen eine schöne Herbstwanderung

Schloss Greifenstein 
Das Schloss wird heute immer noch privat von der Familie Graf Schenk zu Staufenberg bewohnt und ist nur mit einer Führung zugänglich.
Der wohl bekannteste Mann dieser Familie ist der Hitler -Attentäter Oberst Claus Graf von Staufenberg, ein Onkel des heutigen Schlossherren.
Abgesehen davon ist das Schloss selbst sehr interessant. Ursprünglich eine trutzige Burg, im Bauernkrieg völlig zerstört, wurde sie in den Jahren von 1691 bis 1693 als Barockschloss wieder aufgebaut.
Im Inneren, wo man nicht fotografieren darf, ist somit noch viel original. Es wird großen Wert darauf gelegt, daß es keinem Museumskonzept folgt.
Unbedingt sehenswert mit unschlagbar preiswerten Eintritt von 7€ pro Erwachsenen . Es ist ratsam vor dem Besuch einen Blick auf die Website des Schlosses zu werfen.
Nachh ca. 60 min. ist die nette Führung beendet.
Wir wandern die alte Lindenallee, welche der Zugangsweg zum Schloss ist, zurück und durch einen schönen Herbst Wald nach Aufsess.
Die Wege sind markiert, nur leider treffen zuviele unterschiedliche Markierungen aufeinander. Es ist somit manchmal nicht ganz eindeutig. Im Örtchen Aufsess gibt es nicht nur eine Brauerei sondern auch zwei Schlösser: Schloss Unteraufsess und Schloss Oberaufsess.
Wir wollen zu Schloss Oberaufsess, das andere haben wir schon vor 10 Jahren besucht. Aber auch hier haben in den vergangenen Jahren etliche Gasthöfe zugemacht, leider.
Auf dem Weg zum Schloss Oberaufsess kommen wir noch an den Schweizerhöhlen vorbei. Karsthöhlen, wie es sie hier häufig gibt.
Betreten darf man sie ab Oktober nicht mehr.
Auch zu Schloss Oberaufsess führt eine Lindenallee.
Aber hier ist am Schlosstor wirklich Schluss. Auch dieses befindet sich im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
So laufen wir nach Schloss Greifenstein zurück und finden noch einen ehemaligen Aussichtsturm, welcher auch schon bessere Zeiten erlebt hat.

Montag, 12. Oktober 2026

Walberla oder Ehrenbürg

Die Walberla ist der Lieblingsberg der Franken. Wunderschön gelegen in der Nähe von Forchheim. Es ist ein Doppelgipfel mit einem zwischenliegendem Plateau. Der höhere Berg ist der Rodenstein.
 Auf dem etwas niedrigerem Gipfel, der Walberla befindet sich eine kleine Kapelle, die Walpurgis Kapelle.
 Von hier oben hat man einen schönen Ausblick vor allem auf das Wiesenttal.
 2007 wurden hier oben archäologische Ausgrabungen gemacht und nachgewiesen, dass schon in der Bronzezeit hier oben erstaunlich viele Menschen gelebt haben.
Verschiedene Rundwege führen in verschiedenen Stufen drumherum und hinauf. 
Wir sind vom Parkplatz Rodenstein in Schlafhausen aus gegangen. Zunächst auf der mittleren Stufe.
Südseitig empfängt uns offene Landschaft mit Trockenrasenvegetation. Nordseitig beherrscht der hier typische Laubwald mit Buchen, Eschen und Ahorn das Bild.

Sonntag, 20. September 2026

Felstürme der Bürgstein - Schwoikaer Schweiz

 Skály u Sloupu a Svojkova

 

Die Hauptberge des Lausitzer Gebirges sind vulkanischen Ursprungs. Man erkennt sie an ihrer schroffen Kegelform. Am Fuße dieser Berge breiten sich Sandsteinfelsen aus. Die bekanntesten sind in Johnsdorf, Oybin auf der deutschen Seite und eben die Bürgstein - Schwoikaer Schweiz auf der böhmischen Seite in der Nähe des Kleis (Klič)bei Novy Bor. 
Die meisten dürfen auch beklettert werden. Heute jedoch verschlechtert sich das Wetter rasant und es beginnt zu regnen. So reicht es nur für eine kurze Runde bei Svojkov.

Modlivý důl 

...heißt übersetzt Gebetsmine und hat eine reichhaltige und lange Geschichte welche man besser bei Wikipedia nachlesen kann. Ein Kreuzweg, welcher den letzten  Weg Jesus Christus darstellt, führt durch einen Hohlweg. An dessem Ende befindet sich eine in den Felsen gehauene Kapelle, welcher der Jungfrau Maria zu Lourdes gewidmet ist.
Am 1.Mai des Jahres, zu Beginn des Marien Monats wird hier eine heilige Messe zelebriert.




 

Am Ende der Schlucht erreicht man über eine Treppe das sogenannte Oratorium - eine kleine Felsnische mit einem Kreuz.

Gegenüber der Kapelle befinden sich Kletterfelsen. An einem sind stellvertretend für allte toten Kletterer  Namen angebracht.


Eine Treppe führt weiter hinauf. Wir gehen noch eine kleine Runde. Es regnet aber immer stärker. Eine schöne Landschaft - wir kommen wieder!









 

Felsenburg und Einsiedelei Bürgstein - Lausitzer Gebirge

Skalní hrad a poustevna Sloup  


Ein mächtiger Sandsteinblock südlich der Ortschaft Sloup (Bürgstein) wurde zum Grundstein für eine mittelalterliche Befestigung und später für eine barocke Einsiedelei. Die Erbauer brachen im Sandstein enge Eingangsstiegen und Treppenhäuser durch, meißelten Kemenaten, wölbten Kreuzgänge und eine Kirche, welche obendrauf sogar einen Turm bekam. An der Südwand entstanden sogar mini Gartenterrassen für den Weinanbau. Einst unternahmen die Besitzer im 13. Jahrhundert Raubzüge, das Ende der Befestigung brachte der 30 Jährige Krieg.
Später sollte es ein barocker Wallfahrstort werden, aber scheinbar reichte das Geld nur für eine Einsiedelei mit 6 Eremiten.




Die Räume sind in den Felsen geschlagen und das mit einer Präzision, dass die Wände fast glatt sind.
 




 4 Kreuzgänge führen zur Kirche:




 Die bekam dann später oben drauf noch eine Kuppel:


 Nebengelässe wurden weiter oben in den Felsen geschlagen:




 





Und für das leibliche Wohl, Terrassen für den Wein:

 Einer muss Wache halten - immer noch😉