Morgenhorn Berner Oberland

Dienstag, 15. September 2026

Auf Tour mit dem Subaru Forester e-Boxer . . . .

. . . . auf und abseits befestigter Straßen, den F-Roads Islands im Sommerhalbjahr


 

Eines gleich vorweg. Wir sind keine Autonarren, gehören nicht der Overlanding- oder 4x4 - Szene an. Der Forester ist auf Island verbreitet und für 4x4-Pisten erlaubt, wo die Benutzung anderer Fahrzeuge zu erheblichen Schwierigkeiten und auch Strafen führen kann. Ranger und Polizei haben uns auf vielen Fahrten, z.B. zur Askia und zur Lakispalte, angehalten und äußerst freundlich und wohlwollend behandelt. Die Tips zu den Verhältnissen am Fahrtag waren bei uns sehr willkommen und beruhigend. Wir wollten etwas erleben und kein überhöhtes Risiko eingehen.

Unser Förster ist und bleibt ein gemütliches und geräumiges Reiseauto mit ausgezeichneter Tracktion auf den ruppigen Pisten Islands. Bis 500 mm Wassertiefe und dabei angepasster Fahrweise, hat er die Vollbäder ohne Probleme überstanden. Der größere Durst ist für uns dabei erträglich, weil ein echter Geländewagen a la Defender & Co ganz andere Kosten verursacht, im Alltag zu Hause ein Verkehrshindernis ist und auf den allermeisten Pisten Islands, das meiste auch nicht besser kann.

Eckpunkte:

  •  Bodenfreiheit durch einen Federnsatz der Firma Eibach auf 250 mm erhöht. Die Firma Eibach liefert nicht nur super Qualität sondern auch die ABE. Unsere Vertragswerkstatt hat die Montage übernommen und die Eintragung in die Zulassung war kein Problem. Er steht nun stabil auf seinen vier Füßen und hat auch 30 mm mehr Wattiefe. Es gibt beim Furten keinen Versicherungsschutz. Unsere Vollkaskao haben wir dazu nicht befragt.

  •  AT Reifen Geolandar von Yokohama. Das nur BF Goodrich geht ist ein Märchen.

  •  Unterfahrschutz haben wir von Subaru serienmäßig (Zubehör) nachrüsten lassen. Böschungs-und Rampenwinkel liegen zwischen 23° und 27°. Im Zweifel braucht man den Beifahrer beim Überwinden von solchen Hindernissen, z.B. Lavaplatten. Auf dem Weg zur Askia haben wir das mal praktiziert.

  •  Die Wasserdichtigkeit der Fahrgastzelle hat keinen Ärger gemacht.

  •  Kraftstoffverbrauch. Ja, er ist auf der Piste erhöht. Das Mildhybridsystem hat aber auch hier super funktioniert. Der kleine E-Motor liefert zuverlässig zusätzliches Drehmoment. Die Assistenzsysteme lassen angenehmes Fahren zu, auch bei starken Steigungen und Gefällestrecken. Von sehr steinig bis Asche, der Subbi steckt es weg. Reservekanister sind in jedem Fall sinnvoll. Wir hatten auf den Pisten 40 l dabei und konnten an der Askia auch mal einer Motorradpilotin aushelfen.

  •  Was braucht man noch. Ein Reserverad. Wir haben anderen beim Radwechsel zugesehen. Andere Hilfe gibt es nicht oder dauert eben und wird sicher teuer. Als BackUp gibt ein Reifenreparaturset ein beruhigendes Gefühl. Statt Seilwinde haben wir auf den Bogout aus Australien gesetzt + Bergegurt, Abschleppseil und Seilschäkel. Fährt man sich unwahrscheinlicherweise in der Vulkanasche fest, sollte das reichen. In den Furten parkt man besser nicht. Ich denke, dann hilft nur noch der liebe Gott.  Im Zweifel wären wir umgedreht, statt das Auto zu riskieren und das eigene Leben sowieso nicht. Langsam und vorausschauend fahren ist das Beste. Man fährt kein Rennen.

    Der Bogout, eine "Strickleiter", welche sich um ein Rad wickelt und aus der Patsche hilft.

    https://www.pws-offroad.com/pws-offroad-4x4/unsere-marken/bog-out.php 

     

    Unser Bergematerial + das nötige Werkzeug sowie der serienmäßige Wagenheber.
    (Improvisationsgeschick)

    Wohin mit dem ganzen Kram. Im Kofferraum ist es jedenfalls nicht schnell zugänglich und gegebenenfalls sicher auch dreckig nach einem Einsatz.

 

  • Kradkoffer und unsere Transportplattform von MFT.   

  

  •  Und nun zum Fahren selbst. Bei einem Offroadfahrsicherheitstraining kann man unter Anleitung testen, wie weit man gehen kann. Das Auto kann im Zweifel sowieso mehr als der Fahrer. Ich habe es hier genossen: https://tf-ring.de/fahrsicherheitstraining/  Ohne aufmerksamen Beifahrer läuft nichts. Auch hier sind Christiane und ich ein gutes Team. Langsam und überlegt fahren. Auf guter Piste auch mal Gas geben, um dem Waschbretteffekt zu entkommen geht mit herantasten. In den Furten schauen, wo es rein und raus geht, sie sind meist abgesteckt. Untersetzung, beim Subaru passendes Fahrprogramm wählen, mit der Strömung fahren, keine Bugwelle bilden. Vernünftige Tipps gibt es im Netz auch und das Trackbook Island sowieso. ISBN:978-3-00-066840-1
     
     
    Am Abend entspannt auf den schönsten Campingplatz der Welt ein Bier genießen.