Morgenhorn Berner Oberland

Sonntag, 15. März 2026

Wanderung entlang der Hänge des Müglitztales und des Seidewitztales im Erzgebirgsvorland

Entlang der steilen Hänge des Müglitztales mit uraltem Eibenbestand und Eichenwäldern durchsetzt mit Gneisformationen - über die Alte Eisenstraße und Höhen zu den anderen steilen Hängen des Seidwitztales nach Liebstadt und retoure

21,5 km und 1108 Metern im Anstieg und 1190 Metern im Abstieg mit schönen Ausblicken auf das Erzgebirgsvorland bis in die Sächsische Schweiz

Bild von März 2021

Start: Parkplatz Oberschlottwitz/Müglitztal Müglitztalstraße S178 von Heidenau nach Altenberg am Haltepunkt Oberschlottwitz der Müglitztalbahn. Der Parkplatz ist kostenlos.

Jenseits der Gleise, wir unterqueren diese noch auf der Straße Richtung Altenberg, führt der ausgeschilderte Hangweg nach Niederschlottwitz, oragrafisch links der Müglitz. Schlottwitz ist ein ausgedehneter Ort entlang der Straße.




Der Hangweg führt mal höher, mal tiefer, ca. 4,5 km bis zur Verbindungsstraße von Cunnersdorf hinunter in's Müglitztal (Cunnersdorferstraße) bis zum Haltepunkt Niederschlottwitz. Wir überqueren die Gleise und gehen noch auf der Hauptverkehrsstraße bis zum Ortsausgang. Heute ist nicht so schönes Wetter und die Müglitztalstraße wenig befahren. Im Sommer sieht es leider anders aus, die Straße ist bei Motorradfahrern sehr beliebt und deshalb leider auch sehr verlärmt. Direkt am Ortsausgang vor einer scharfen Kurve und einem markanten Felsen geht es steil rechts bergan.




Hier gibt es 'zig Möglichkeiten, wir wählen den Edelmannsteig. Dieser führt in die oberste Etage der Hänge und hat die meisten schönen Aussichtspunkte. Der Steig führt immer auf einer Felsklippe nach oben.










 ...bis zur Panoramaaussicht. In die eine Richtung ins Erzgebirgsvorland und Luchberg,

heute

 
und vor 5 Jahren bei schönerem Wetter

 ...und in die andere Richtung, in die Sächsische Schweiz bis zum Hohen Schneeberg in Böhmen

heute

vor 5 Jahren

heute
 
vor 5 Jahren

Der Edelmannsteig führt weiter auf schmalem Pfad in der obersten Hangstufe mit schönen Ausblicken. Wenn das Laub draußen ist, sind diese dann verschwunden.

Wir wandern auf schmalem Pfad durch alte Eichen und alte Eibenbestände wieder eine Hangstufe tiefer und treffen auf die Grüne Strichmarkierung. Wer noch Lust hat eine 1000 Jahre alte Eibe zu besuchen, der wandert auf dieser ca. 400 m wieder zurück.

Foto 2017

Foto 2017

Wir waren auf einer Tour 2017 dort und verzichten heute darauf.

Wir sind auf der Alten Eisenstraße angekommen und verfolgen diese weiter bis hinein ins Seidewitztal. Hier wurden früher die kärglichen Eisenvorkommen nach Bergießhübel gebracht. Zunächst geht es eben dahin, wieder Richtung Oberschlottwitz. Nach einer Quelle geht es wieder links steil bergan Richtung Seitenhain, einem kleine Dörfchen oberhalb des Müglitztales. Der Weg hat schon bessere Zeiten gesehen, auch hier hat die Trockenheit der vergangenen Jahre deutliche Spuren hinterlassen.



 2017 schrieb ich noch: An einer Quelle am Dürren Grund führt der Weg steil bergan. Im unteren Teil stimmt die Markierung noch bis zu einem sehr hübschen Wegweiser. Danach verliert sich Weg und Markierung. Auch mit dem eingetragenen Weg auf der Topografischen Karte stimmt es nicht mehr überein.


Heute führen alle Wege nach Richtung Seitenhain. Die Alte Eisenstraße ist verlegt worden. Warum, steht am Schild. Besitzansprüche kontra Wegerecht. Was soll's. Der alte Weg ist nicht mehr erkennbar. Leider muss man jetzt, oben in Seitenhain angekommen die Straße bis zum nächsten Wegkreuz (immer gerade aus, nicht vorher abbiegen) laufen. Sie ist aber klein und wenig befahren.


Zunächst führt der Weg Richtung Norden mit Blick auf das Elbtal, um dann, markiert und ausgeschildert nach Osten hinunter in das Seidewitztal abzubiegen. Hier, zwischen Pirna und Liebstadt standen früher 11 Mühlen. Sie wurden als Säge-, Öl-, Getreidemühlen verwendet. Sie hatten alle das Problem des unterschiedlichen Wasserstandes des kleinen Flüsschens, so dass sie sehr schnell unwirtschaftlich wurden. Eine Tafel erinnert am Abzweig nach Seitenhain daran.
Im Seidewitztal angekommen, verlassen wir die Alte Eisenstraße und gehen entlang der wenig befahrenen Straße flussauf Richtung Liebstadt bis zum Abzweig nach Seitenhain.

Nach dem Abzweig überqueren wir das Flüsschen und die gelbe Punkt Markierung führt steil wieder hinauf. Diesen steilen Wegabschnitt bezeichnete man früher als Weiberrutsche. Wenig schmeichelhaft aber was soll's. Hat früher Keinen gejuckt.




Auch dieser Pfad führt zu zwei schönen Aussichtspunkten hoch über dem Tal und in der Ferne erkennt man schon Liebstadt mit seinem Schloss Kuckuckstein.








Im Örtchen dann wieder angekommen geht es gegenüber des Flüsschens, natürlich steil, wieder bergan. Vorher sollte man einen Blick auf das Schloss werfen. Es hatte stets eine wechselvolle Geschichte. Am bekanntesten war es vielleicht vor Jahren als das Fernsehen der DDR dort die Sendenung mit dem Zauberpeter produzierte.



Auch das kleine Kirchlein ist ganz nett, wenn auch geschlossen, wie so vieles. Liebstadt fristet ein Dasein, wie viele abgelegene Kleinstädte.


Bis zum sogenannten Roten Vorwerk ( nix weiter als ein alter Bauernhof) geht es rot markiert weiter. Direkt am Hof rechtshaltend vorbei ist es etwas zugewachsen. Kurz darauf stehen wir wieder an der Verbindungsstraße, welche wir vor Seitenhain schon einmal überquert haben. Kaum zu glauben, dass diese Straße einstmals viel begangen und befahren war. Eine Martersäule erinnert an diese Zeit.

Foto 2017



Wir überqueren wieder die heute verträumte Straße. Die rote Markierung führt uns vorbei an Wald und Feld die steilen Müglitztalhänge hinab nach Oberschlottwitz.

Karten: 

Landesvermessungsamt Sachsen, Topografische Karte 1:25 000, Blatt 37 Dippoldiswalde, Kreischa, Dohna; Offline Karte Osmand

 

 

Freitag, 20. Februar 2026

Sonnenloipe auf dem Kamm des Erzgebirges

 Kammtour zwischen Holzau/Oberdorf und   Moldava (CZ) 20 km

Skifahren ist heute nur noch oberhalb 700 Meter möglich. Während der Alpenraum im Schnee versinkt, ist er mit den wechselnden Temperaturen im Erzgebirge rar. Heuteist nach vielen Wochen mal wieder schönes Wetter. Die Tschechen haben direkt auf dem Kamm über Wiesen eine wunderbare Sonnenloipe gespurt. Ausgangspunkte der Tour: Moldava -  CZ oder Oberholzau - D. Wenig anspruchsvoll, einfach nur zum genießen. 














Samstag, 10. Januar 2026

Skilanglauftour Oberholzau/Fischerbaude nach Dlouhá Louka und retoure

Holzau/Fischerbaude-Sächsisch-Böhmischer    Erzgebirgskamm-Dlouhá Louka

25 km, keine schwierigen Abfahrten 

Es hat nun endlich mal wieder geschneit und es gibt so viel Schnee, dass man getrost die Langlaufski mal wieder raus holen kann. Der Strum der vergangenen Tage hat sich gelegt. Am Morgen ist es noch düster und es schneit noch. Aber bei schönem Wetter kann Jeder😊. Aber es ist kalt, -10° C und es wird zum Nachmittag immer kälter.

Auf dem Parkplatz in Oberholzau kann man nach wie vor gut stehen und er befindet sich am Loipeneinstieg. Bezahlt wird hier jetzt praktischwerweise per EasyPark App. Er war schon teilweise geräumt.




Oberhalb der Fischerbaude geht es die Loipe Richtung Grenze, welche man nach ca. 1 km erreicht.
Die Spur führt durch einen stetig wachsenden Wald aus einem Wiederauforstungsprogramm und über Wiesen auf die Straße Moldava-Talsperre Flaj, welche im Winter nicht geräumt wird. Nur heute gibt es noch keine Loipe, man muss selber spuren, bzw. die nehmen, die der Vorgänger gezogen hat. 

Es geht fast eben dahin, der Wald, welcher hier wieder aufgeforstet wurde, wächst seit Jahren stetig, Gott sie Dank.


An einer Kreuzung nehmen wir die Straße Moldava Dlouhá Louka, auch diese wird im Winter maximal vom Loipengerät befahren.


Kurz nach der Brücke und einem kleinen Anstieg führt die grüne Wandermarkierung links weg.




Wir sind heute hier die Ersten und dürfen im tiefen Pulverschnee eine Spur anlegen. Vorher gibts 'ne Tee- und Schoki Pause.


Über Wiesen und Kuschelkieferwald geht es schön in der Sonne leicht ansteigend dahin bis zur böhmischen Erzgebirgsmagistrale, welche links von Nové Mesto kreuzt. 

 



Wir fahren gerade weiter (rote Wandermarkierung), bis zur nächsten größeren Sternkreuzung. Die Loipe führt rechts entlang der Radmagistrale weg. Auch hier gibt es heute noch keine Loipe. Macht nix. Es geht leicht, aber stetig beran bis Dlouhá Louka, einer kleinen Ansiedlung oberhalb von Osek mit Ausblick auf das heute verschneite böhmische Becken.



 Die Kneipe an den letzten Häusern ist sowieso permanent überlastet, es macht wenig Sinn sich darauf zu verlassen hier einkehren zu können. Hier ist ein Hot Spot, die Tschechen kommen von unten aus dem Tal hoch und hier gehen etliche, sonst gut gespurte Loipen in diesem Gebiet los. Deshalb haben wir heiße Suppe und heißen Tee im Rucksack. 


Pause kann man überall machen.
Wir nehmen heute ab Dlouhá Louka den blau markierten Weg zurück, ein breiter Weg, hinunter zur Talsperre Fláj. Hier gibt es einige, nette einfache Abfahrten. Nur ist der Schnee heute stumpf, so dass man sogar noch abschieben muss. Da so wenig gespurt ist fahren wir nicht hinunter zur Fláj sondern weiter auf der im Winter gesperrten Straße Moldava - Dlouhá Louka und kommen wieder auf unseren Ausgangsweg. Diesen nehmen wir zurück bis Holzau/Fischerbaude. Als Fahrradweg ist das auch gut ausgeschildert. 


 

 

 

Sonntag, 4. Januar 2026

Multivisionsausstellung Titanic Leipzig

Titanic - eine Immersive Reise 

Das Schicksahl der Titanic ist heute noch lebendig. Ein zur damaligen Zeit hochmodernes Schiff, luxeriös ausgestattet, selbst für die 3. Klasse, geht innerhalb von reichlich 2,5 Stunden im Atlantik unter. Bei ruhiger See. Nur die Eisberge hatte Niemand auf dem Schirm. Die Crew ist von anderen Schiffen gewarnt worden, die Funker waren aber mit dem Versenden von Nachrichten der reichen Passagiere beschäftigt. Die Warnungen haben die Kommandobrücke nicht erreicht. Schon damals gab es outgesourctes  Personal. Die Funker gehörten der Marconi Gruppe an und unterstanden nicht dem Kapitän.
Hochmut, Dekadenz, falsche Technikgläubigkeit ergeben viele Tote. Ist irgendetwas anders geworden? 
Die hochmoderne Ausstellung nimmt uns mit, von der Konstruktion über den Bau bis zu Nachbauten der Kabinen und der Speisesäle. Sachlich, beeindruckend wenig reißerisch.
Am Ende sind sie alle aufgelistet, die Geretteten und die Toten. Mit Namen und Alter. 

gehe an Bord

 Kabinengänge


 

a la carte Restaurant für die 1.Klasse

Speisesaal 2.Klasse


 verschiedene Salons


Kabine 1. Klasse

2.Klasse

3.Klasse

moderner Waschtisch mit fließendem Wasser

große Freitreppe

Kommandobrücke

es war eigentlich eine ruhige See, aber über dem Wasser dunstig

Da die warnenden Funksprüche nicht zur Brücke gemeldet wurden, liefen die Maschinen auf Volldampf, der Eisberg vom Ausguck konnte nur spät erkannt werden und die Geschwindigkeit ließ sich eben nicht mehr drosseln. 


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im Kesselraum, wo die Heizer im Akkord schufteten, konnten nur noch die Kesselklappen geschlossen werden. Das Wasser brach sofort dort unten ein.


Funkraum, die erst sehr sorglosen Funker funkten dann bis zum Schluß SOS - leider zu spät


so könnte es gewesen sein

Von den 2200 Menschen an Bord überlebten nur 705. Besonders in der 3. Klasse starben auch viele Frauen und Kinder. Sie sind in den engen Gängen eines Schiffes einfach nicht mehr zu den Rettungsbooten gekommen.