Jetřichovice - Pavlínino údoli (Paulinengrund) - Studený - Studenec (Kaltenberg) - Studený - Rynartice - Steinerne Rinne - Jetřichovice
17,7 km 730 Hm gesamte Tour
Eine Wanderung zwischen dem Nationalpark Böhmische Schweiz und dem Kreibitzer Bergland( Cříbské hory) , Teil des Lausitzer Gebirges (Lužické hory). Eine Wanderung zwischen Sandstein und Basalt.
Wir haben diese Tour genau vor 14 Jahren das letzte Mal gemacht. Inzwischen wüteteten hier ein verheerendes Hochwasser (2013), der Borkenkäfer die letzten Jahre und natürlich fahren wir von Hřensko nach Jetřichovice mitten durch das Brandgebiet von 2022, dessen Spuren noch deutlich zu sehen sind. Aber in den Dörfern ist viel geschehen. Parkplätze sind gebaut, dem Campimgboom versucht man mit neuen Stellplätzen gerecht zu werden. Die Orte mausern sich für den Tourismus, die Bäume wachsen nach.
Ausgangspunkt ist der neu errichtete Parkplatz am Eingang des Paulinengrund's, an der Verbindungsstraße Jetřichovice - Srbská Kamenice - Dečin, direkt am Grieselkův kříž. Von hier aus kann man das Ziel schon sehen.
Über einen ehemaligen, wieder entstehenden Campingplatz und kleinen, in Böhmen so beliebten Wochenendhäuschen geht es, rot markiert, zur ehemaligen Grieselmühle (Grieslův
mlýn). Diese verfällt leider immer weiter.
Um den ehemaligen Mühlenteich ( Grieselův rybník) kann man jetzt drum herum laufen. Am Beginn begrüßt uns da jetzt eine Wasserhexe.
Hier ist friedliche Stille. Der kleine Abzweig zum See ist wahrscheinlich für die Kinder dekorativ gestaltet.
Die ersten Sonnenstrahlen wärmen und geben dem Grund entlang entlang des Kreibitzbaches (Chřibská Kamenice) einen romantischen Touch. Es ist nur etwas heller georden, auch hier sind große Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Aber insgesamt sieht es hier noch ganz gut aus.
Bilder von 2012, sie sind nicht 100 Prozent der gleiche Ort, aber fast.
Der Weg wurde 1884 vom Gebirgsverein Dittersdorf angelegt und wechselt mehrfach die Ufer.
An einem Felsdurchbruch ist er mit Ketten gesichert.
Von hier aus kann man dann über die Steinerne Rinne wieder zurück nach Jetřichovice wandern. Wir wollen es noch nicht und laufen das Tal noch etwas weiter und erreichen sehr bald die ersten, hübschen Häuser von Studeny. Wir durchqueren den verträumten Ort.
An der Pension Kamzik führt die rote Markierung steil hinauf.
Der Stydenec ist ein ehemaliger Vulkankegel, dementsprechend steil ist der Anstieg.
Der jetzt wesentlich lichtere Wald legt alte Bunkeranlagen aus den Zeiten vor dem 2. Weltkrieg wieder frei oder wieder in's Blickfeld. Sie sind Teil der sogenannten Schöberlinie und wurden vom tschechischen Militär 1937 gebaut. Die rote Strichmarkierung führt fast direkt, ohne viele Kurven durch den lichten Buchen/Ahornwald. Dieser ist Teil des Naturschutzgebietes Líska. Hier blühen im Frühsommer Mondviolen und Türkenbundlilien. Heute sind es jede Menge Buschwindröschen. Da man in kurzer Zeit von 300 m auf 700 m Seehöhe steigt, sind diese noch in unterschiedlicher Entwicklungsform.
Oben angekommen genießen wir die fantastische Aussicht vom Turm. Heute ist die Sicht wirklich fantastisch. 360° Blick über die Böhmische und Sächsische Schweiz, heute bis nach Dresden, Erzgebirge, Böhmisches Mittelgebirge mit seinen Vulkankegeln, Lausitzer Bergland bis zum Jeschken und Isergebirge, auch wenn es auf den Handyfotos nicht ganz so zu sehen ist.
Wir laufen zunächst den gleichen Weg zurück bis in den Paulinengrund. Gleich am Anfang, nach den letzten Häusern zweigt sich der Weg. Die blaue Markierung führt uns nach Rynartice (Rennersdorf). Bis fast auf die Verbindungsstraße nach Dittersbach verfolgen wir diesen Weg. Kurz vor der Straße laufen wir durch eine kleine Ferienhaussiedlung leicht links haltend weiter bis in den Wald.
Im
Wald muss man aufpassen, der Weg ist nicht mehr markiert. Man hält sich
auf der Wegspur, welche meist gerade auf einem, mit Kiefern bewachsenen
Felsriff verläuft.
Wenig
später erscheinen die rätselhaften steinernen Rinnen, welche bergab
führen. Wie sie entstanden, darüber streiten sich die Gemüter.
Der Weg endet am Grieselův kříž, am Eingang des Paulinengrundes. Eine wunderschöne Wanderung geht zu Ende.
Navigation: Osmand offline Karten, Mapy.cz oder Mapy.com (offline Karten nur in der Premiumvariante). Direkt im Paulinengrund und im unteren Teil von Studeny ist der Netzempfang schlecht, so dass online Karten nicht sicher verwendet werden können. Die Ausschilderung der markierten Wege ist durchweg gut.
Karte Böhmisch-Sächsische Schweiz 1:50 000 des Tschechischen Touristenclubs oder von EURO KART Böhmische Schweiz-Elbsandsteingebirge 1:35 000












































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