Herbst in den Schrammsteinen

Herbst in den Schrammsteinen

Dienstag, 5. Juli 2016

Rieserfernergruppe-Durchquerung: Von der Rieserfernerhütte zur Hochgallhütte (ehemalige Kassler Hütte)






Von der Rieserfernerhütte (2791m)

steigen wir über Blockwerk hinauf zunächst in Richtung Gailtalspitze ( 3152m).

Diese lassen wir jedoch aus und queren östlich unterhalb. Die vorhandenen Schneefelder sind am frühen Morgen noch gefroren, so dass Steigeisen notwendig werden.




Die Sicht wird dennoch immer besser, die Gipfel der Dolomiten kommen immer weiter aus den Wolken, welche das Ahrntal einhüllen. Über weitere Schneefelder und Blockwerk geht es zu der deutlich sichtbaren Scharte zwischen Fernerkopfl ( 3249m und Frauenköpfl).



Dort muss man sich entscheiden: geht man die Runde über den Schnebigen Nock ( 3358m) oder über den Magerstein ( 3273m). Die Entscheidung fällt nicht leicht, Beides zugleich geht nicht.

Wir entscheiden uns für den Magerstein, nehmen das Fernerkopfl jedoch noch mit.
Hier oben hat man einen wunderbaren Blick von den Gipfeln der Zillertaler Alpen und der Hohen Tauern in der nördlichen Ferne, den Dolomiten in der südlichen Ferne, wo jetzt jedoch sehr schnell dicke Wolken hochziehen. Unmittelbar vor uns jedoch der Hochgall (3436m) und der Wildgall (3001m).

Der Weg führt normalerweise laut Karte über den Blockgrat des Frauenköpfl zum Magerstein. Es ist jedoch noch genug Schnee auf dem westlichen Rieserferner, so dass wir unterhalb des Frauenköpfl zum Magerstein gehen. leider haben wir keine Sicht mehr gen Süden in das Antholzer Tal und unseren Aufstiegsweg von gestern.


Vom Magerstein folgen wir zunächst dem Winterweg und gehen dann bei 3100 m auf den Nordostgrat des Magersteins dem Sommerweg folgend. Immer wieder haben wir hier die Möglichkeit den Aufstieg auf den Hochgall über den Nordwestgrat und dem Grauen Nöckl zu studieren.


Über Blockwerk und später über die Moränen des immer weiter schwindenden Ferners steigen wir immer weiter hinunter in das Schrofengelände. Langsam kommt das Tristennöckl (2455m) in das Blickfeld. Er ist der Hausberg der Hütte. Unterhalb liegt ein kleiner, hübscher ehemaliger Gletschersee und dann kommt sie, die ehemals Kassler Hütte (2276m). Eine urige, alte Hütte oberhalb des Örtchens Rain.







Aufstieg: ca 500 Hm, Abstieg: ca 1000 Hm

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