Herbst in den Schrammsteinen

Herbst in den Schrammsteinen

Mittwoch, 26. November 2014

Herbstliche Vogesen - Nebel, Burgen, Buntsandstein, Einsamkeit

26.10.2014 - Wanderung Obersteinbach, Châteaus les Wasigenstein, Froensbourg, Fleckenstein, Loewenstein, Hohenbourg und retoure, 32 km, Karte: Vosges du Nord, TOP 75 Tourisme et Randonnée

Eine Wanderung entlang der Deutsch-Französischen Grenze. der Grenzverlauf in diesem Gebiet der nördlichen Vogesen war ja des öfteren in der Geschichte wechselnd. Interessant, dass die ursprünglich deutschen Namen im Französischen nicht groß verändert wurden.
Der Weg verläuft zum Großteil direkt an der Grenze und folgt in vielen teilen dem Vogesenkammweg GR 53. Dieser ist mit einer Rot-Strich Markierung versehen. Insgesamt sind die Wege gut markiert.
Ausgangspunkt der Wanderung ist das kleine Dörfchen Obersteinbach. Der Weg (GR 53) zum Chât. de Wasigenstein ist ab der Ortsmitte (Kirche) gut ausgeschildert.





Die Ruine ist, wie man sieht mit Leitern gut abgesichert. Sie besteht aus 2 Burgfelsen, eine Tafel weist auf die Geschichte hin: zwischen den beiden Burgfelsen sollen sich der auitanische Königssohn Walthari und Hagen von Tronje einen Kampf geliefert haben.
Bautechnisch interessant, wie bei allen Burgen hier, der fels wurde optimal mit einbezogen, teilweise für Räumlichkeiten ausgehöhlt. Nur deshalb sind die Burgen als Ruinen sicher so gut erhalten.
Die Rot-Strich-Markierung führt uns weiter durch den herbstlichen Buchenmischwald. Die Nebel wabern und die Sonne versucht sich durchzukämpfen.
Und plötzlich erscheint vor uns, mitten im Wald die nächste Ruine: Chât.de Froensbourg. Unbedingt sehenswert. Auch diese Burg hat ihren Ursprung schon im 13.Jhd.


Im 14.Jhd. hatte sie gleich 3 Besitzer. Die letzten bedeutenden Umbauten hier wurden in dieser Zeit vorgenommen. Zeitzeuge davon ist noch diese alte gotische Tür im oberen Teil der Burg.

Von der Froensburg geht es erst einmal hinab ins Tal der Sauer, um gleich wieder steil anzusteigen: hinauf zur wohl bekanntesten und größten Burg hier, dem Château du Fleckenstein. Diese Burg wird touritisch vermarktet und kostet auch Eintritt. Für Kinder gibt es einen extra Burgenrundgang auf den Spuren der Fleckensteiner. Informationen gibt es auch in deutscher Sprache.
Die Burg wurde im 12. Jhd. das erste Mal erwähnt, war damals im Besitz von Ministralen, welche im Dienste Hohenstaufen, Kaiser des Heiligen römischen Reiches (Deutscehr Nation) standen.
Nach dem Interregnum (1250-1273) steigen die Fleckensteiner als mächtigste Familie auf. Diese Dynastie bleibt über mehrer Generationen erhalten bis Anfang des 14. Jhd. 1680 wird die Burg von Truppen Ludwigs des XIV. zerstört. Der letzte Fleckensteiner Besitzer starb ohne männlichen Nachkommen. Ab ca. 1720 verwahrlost die Burg, bis sie in den 1890 er Jahren gesichert wird. Diese Konsolidierungsarbeiten dauern bis heute an.

Am Haupteingang zurück verlassen wir kurz die Rot-Strich-Markierung und steigen steil dem roten Dreieck nach. Ein paar schöne Buntsandsteinriffe erwarten den Wanderer (und Kletterer- es war durch den Nebel jedoch viel zu nass).
Am Ende des Riffs angekommen, mündet hier der bequemere Weg der Rot-Strich-Markierung wieder. Die nächste Burg ist Chât.de Loewenstein.Weniger erhalten als alle anderen, jedoch hat man einen schönen Blick hinab auf die Fleckenstein und die sanften herbstlichen Hügel der nördlichen Vogesen.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Chât.de Loewenstein befindet sich Chât.de Hohenbourg. Auch hier kann man wieder munter raufklettern, wer mag.

Nach der HHohenburg senkt sich die Lanschaft und man kommt zur Grenze nach Deutschland.Die nächste Burgruine, jetzt mal auf deutschem Gebiet ist die Wegelnburg, die höchsgelegene Burg der Pfalz mit den gleichen Ausblicken als ihre Vorgängerinnen.
An der Schutzhütte auf deutschem Gebiet geht es noch ein Stück gerade der Rot-Strich Markierung folgend bi man ausnahmsweise mal den blauen Strich wählen kann. Dieser folgt hinunter in den letzten deutschen Weiler Hirschtal. Diesen verlassen wir auf der Straße, weiter dem blauen Strich folgend und sind sogleich wieder an der Grenze. Kurz danach überqueren wir den Saarbach, welcher nun wieder Sauer heißt, folgen ihm ein wenig flussab und steigen dann rechts steil hinan. An einem Schutzhaus mündet der Weg dann wieder in den GR 53 Weg zur Froensbourg. Hier ist die Runde beendet und der weitere Weg nach Obersteinbach
ist bekannt.
Inzwischen sind die Nebel weg, es ist abendliche Sonnenstimmung. An einer Weggabelung haben wir noch einmal einen Blick auf das Chât. de Froensbourg im Abendlicht.



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