Herbst in den Schrammsteinen

Herbst in den Schrammsteinen

Freitag, 3. Mai 2013

Bärlauchzeit


März, April und Anfang Mai, das ist Bärlauch-Zeit. Anfang bis Mitte Mai fängt er dann an zu blühen, dann soll man ihn nicht mehr sammeln. Nach der Blüte ziehen sich die Blätter zurück, der Bärlauch macht Sommerschlaf!
Es ist dieses erste zarte Grün, was zusammen mit den Buschwindröschen in den noch lichten Buchenwäldern erscheint. Einen feuchten Standort braucht er auch.
Und gesund ist er auch noch! Er ist der kleine Bruder des Knoblauch, gehört in die Gruppe der Allium-Gewächse. Sein Wirkstoff Allicin ist ein natürliches Antibiotikum beachtlichen Ausmaßes, das sich hemmend auf das Wachstum allerlei Bakterien auswirkt. das erkannte schon Louis Pasteur 1858 als er den Typhus bekämpfte. Und natürliche Antibiotika bilden keine Resistenzen! Außerdem enthält der Bärlauch noch so wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Jod und Eisen, wichtige Spurenelemente wie Zink, Mangan und Selen und Vitamin C.

Also heißt es sammeln und so viel wie möglich davon haltbar machen. Das Vitamin C verschwindet beim Erhitzen, Mineralstoffe gehen verloren.
Also kalt konservieren. ich mache meist 2-3 Gläser Bärlauchpesto. Das hält sich in sauberen Gläsern mindestens ein halbes Jahr im Kühlschrank wenn man gute Zutaten verwendet.
Der Rest wird mit Olivenöl zu einer homogenen Masse vermixt und kommt so in kleinen Portionen in den Tiefkühlschrank.
Bärlauchbutter ist ebenso lecker und wird für die Grillsaison ebenfalls in den Tiefkühlschrank verbracht.

Bärlauchpesto:
 Der Bärlauch wird gewaschen, schon wegen des Fuchsbandwurmes. Dann leicht antrocknen lassen.
 In der Zeit Sonnenblumenkerne anrösten.
 Parmesan reiben, mit der Hand, es wird irgendwie besser.
 Sonnenblumenkerne mahlen.
Bärlauch klein schneiden und im Mixer mit Olivenöl zu einer homogenen Masse verarbeiten. Das ergibt eine herrliche grüne Masse. Leider ist das grün in Verbindung mit Sauerstoff nicht lange von dieser Intensität. Zügig vermengen mit Parmesan und gemahlenen Sonnenblumenkernen. Etwas Pfeffer aus der Mühle dazu, Salz braucht man durch den Parmesan nicht.

Fertig in möglichst keimarme Gläser füllen. Das hält dann mindestens bis nach dem Sommer im Kühlschrank, wenn es nicht schon vorher verspeist wurde.

Es wird immer wieder die Verwechslungsgefahr mit den Maiglöckchen beschrieben. Maiglöckchen sind giftig, aber sie riechen gut und stinken nicht!!! Bärlauch hat schon beim Abschneiden der Blätter diesen typischen Geruch, den alle Zwiebelgewächse, insbesondere auch der Knoblauch haben.





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